Identitätsentwicklung

Identitätsentwicklung

 

Identitätsentwicklung durch Gesundheitsförderung

Motto: Ich schau auf mich  

Ausgangssituation:

Am Projekt nahmen alle Schülerinnen der ersten Klasse der Fachschule für Familien- und Pflegehilfe teil. Einige von ihnen litten an teilweise sehr ernsten gesundheitlichen Problemen. Andere lebten in einem sie belastenden sozialen oder familiären Umfeld. Dem Alter gemäß waren sie am Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenalter, in dem sich die Frage nach der eigenen Identität auf allen Ebenen stellt. In der Klasse bestand grundsätzlich Bereitschaft, an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung zu arbeiten und die Unterstützung durch ein Gesundheitsförderungsprojekt anzunehmen.

Ziele:

Wir (Lehrerinnen für Gesundheits- und Krankheitslehre, für Deutsch, für Kommunikationstraining und Konfliktbewältigung und die Schulärztin) legten folgende gemeinsame Ziele fest: Sich selbst mit den körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnissen besser wahrnehmen und kennen lernen Auf die eigene Gesundheit achten lernen Das Selbstverständnis als Frau stärken Die Klassengemeinschaft durch gegenseitiges Verständnis verbessern   

Durchführung:

Die Durchführung sollte sich über ein Schuljahr erstrecken. Jede der Projektleiterinnen arbeitete selbständig mit den Schülerinnen. Die Projektleiterinnen tauschten ihre Erfahrungen kontinuierlich in informellen Gesprächen aus. Sowohl in der Projektvorbereitungs- als auch in der Durchführungsphase versuchten wir, den Selbstwert der Schülerinnen durch begleitende Einzelgespräche, Gruppengespräche und vertrauensbildende Übungen zu stärken.

Folgende Projektaktivitäten wurden durchgeführt:  

Gesundheits- und Krankheitslehre Dr. Lilly Damm:

  • Geborgenheitsbaum (Konzept aus der primären Suchtprävention)
  • Selbstverteidigungskurs mit Frau Maria Langmair 

Deutsch Mag. Hildegard Zahorsky:

  • Literaturschwerpunkt Rose Ausländer (positive Schicksalsbewältigung einer von den Nazis verfolgten jüdischen Frau) 
  • Literatur zur Geschichte der Frauen 
  • Literaturtipps zu Frauenbiographien im 20. Jhdt. (Literatur von Frauen für Frauen) 

Kommunikation und Konfliktbewältigung DGKS Elvira Raffinger und DSA Renate Vyssoki-Breit:

  • Theoretische Auseinandersetzung mit Virginia Satir und Paul Watzlawick 
  • Exkursionen: FEM Wenn Essen zum Problem wird, Suchtkongress in Baden, Rathaus: Gesundes Herz  

Schulärztin Dr. Maria Doppelbauer-Dragschits:

 

  • Projektunterricht Regelschmerzen
  • Projektunterricht Haut und Sonne  

 

Resümee:

Die Schülerinnen waren sehr engagiert, verantwortungsvoll, durchaus sehr kritisch sich selbst gegenüber und zeigten einen respektvollen Umgang mit sich und mit den Projektleiterinnen. Wir meinen, dass sie durch dieses Projekt einen erweiterten Zugang zu sich und anderen gefunden haben.

   

 

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